Bau der neuen Wegeverbindung durch den Schlosspark nimmt Gestalt an

An der Herstellung des Verbindungsweges von der Bushaltestelle Heinrichshof zum Schlossvorplatz durch den Schlosspark wird weitergearbeitet. Die neue, durchgängige Wegeverbindung führt dabei über die neue Hirschgrabenbrücke.

Die im Juli des vergangenen Jahres begonnene Baumaßnahme erfolgt in zwei Abschnitten.
Im ersten Bauabschnitt konnte 2020 zunächst die Bushaltestelle am Heinrichshof barrierefrei umgebaut und fristgerecht fertiggestellt werden. Dem schloss sich der Wegebau ab Heinrichshof an. Im Bereich der Diakonie erfolgte zusätzlich eine Wegeerweiterung: für Fußgänger wurde ein gepflasterter, weiterer Weg parallel zur Grundstückszufahrt angelegt. Für die Stromversorgung und die Straßenbeleuchtung sind bereits Leerrohre verlegt worden.

Nachdem im Oktober 2020 der Wegebau in Richtung Schloss unterbrochen werden musste, wurde dieser im Januar 2021 fortgesetzt. Der Weg, der von der Paul-Geipel-Straße parallel zum Graben entlangläuft, wurde in der Höhe und in seinem Verlauf angepasst. Zudem wurde der vorhandene Kanal aufgrund des neuen Wegeverlaufs tiefer gelegt.

Vor der Hirschgrabenbrücke ist eine Pflasterrinne eingebaut und auch Stahlbänder, die als Wegeeinfassungen dienen, sind inzwischen teilweise verbaut. Zu den bereits ausgeführten Arbeiten zählt außerdem eine Treppe aus Naturstein, die vom Parkgelände zum Weg hinführt, um damit bestehende Höhenunterschiede auszugleichen.

Wo gebaut wird, kann es erfahrungsgemäß zu unvorhergesehenen Dingen kommen, die Bauabläufe bzw. Bauzeiten ändern. Anfang März dieses Jahres beispielsweise war der Baugrund im Schlosspark durch die Schneeschmelze und die Regenfälle derart durchfeuchtet, dass die Bauarbeiten vorübergehend unterbrochen werden mussten. Das bringt in der Folge eine Verzögerung der Fertigstellung um ca. vier Wochen. Die planmäßige Herstellung einer Drainage sorgt künftig für eine Entwässerung des Wegeunterbaus.
Für Überraschung sorgte außerdem der Fund alter Mauerreste eines ehemaligen Gebäudes, einer alten Gussrohrleitung und einer alten Wegebefestigung innerhalb des Baufeldes; das Landesamt für Archäologie und die Untere Denkmalbehörde wurden daraufhin informiert.

Doch die Arbeiten gehen weiter. Gegenwärtig werden seitens der mit der Bauleistung beauftragten Firma plantago Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Nobitz die Wegeeinfassungen mit Stahlbändern hergestellt. Im Weiteren erfolgt der Einbau der Tragschichten und die Herstellung der Entwässerungsmulden sowie die Bepflanzung der Böschungen.

Zu den nächsten Schritten zählen u. a. die Ausstattung mit mehreren Bänken, Abfallbehältern und eine Begrünung. Zum Schutz der Wurzeln eines Baumes, welcher unmittelbar am Wegesrand steht, wird eine Mauer errichtet. Damit kann in diesem Bereich auf die Herstellung einer Böschung verzichtet werden. Die ca. 30 bis 80 cm hohe Mauer kann später auch als Sitzgelegenheit dienen.

Ist das Gesamtbauvorhaben einmal beendet, wird sich der Weg durch den Schlosspark ca. 200 Meter lang und 3 Meter breit präsentieren. Er ist dann teils asphaltiert, teils gepflastert und teils mit einer ungebundenen Tragschicht versehen. Für den Abschnitt zwischen der Diakonie und dem Schlossplatz ist ein ungebundener Wegebau vorgesehen, wie auf dem Schlossvorplatz auch.
Entlang des Weges werden im Bereich zwischen Schlossvorplatz und Hirschgrabenbrücke historische Leuchten aufgestellt; im Bereich von der Brücke bis zum Heinrichshof sind Leuchten, wie sie schon im Gründelpark stehen, vorgesehen. Außerdem werden Sitzbänke sowie einige Sträucher den Weg säumen.
Die Fläche der ehemaligen Kleingartenanlage „Schlossgarten“ wird zu einer Blühwiese, auf der schon im Sommer dieses Jahres erste Wildblumen wachsen sollen.

Doch wann wird es möglich sein, dass Bürgerinnen und Bürger das neugestaltete Areal für sich nutzen können?
Derzeit besteht für den Abschnitt, der von der Diakonie Heinrichshof bis zur Hirschgrabenbrücke führt, bauseitig ein zeitlicher Verzug von vier Wochen, was sich folgend auch auf den 2. Bauabschnitt, der sich von Hirschgrabenbrücke bis zum Schlossvorplatz erstreckt, auswirken wird. Daher gehen wir gegenwärtig als Fertigstellungstermin vom 30. Juli 2021 aus.

Was speziell die Hirschgrabenbrücke angeht (die Stadt Glauchau hat die Brücke für 1,6 Millionen Euro originalgetreu wiederherstellen lassen), so steht die Begehbarkeit in Zusammenhang mit den Arbeiten am Schlossparkweg. Durch die Herstellung und Umgestaltung der Wege im Schlosspark und im Bereich Schloss werden die Anbindungen zur Brücke barrierefrei hergestellt. Der Bereich um und auf der Brücke gilt noch als Baustelle, somit bleibt das Bauwerk also auch weiterhin gesperrt.
Die Freigabe erfolgt frühestens, sobald die Gesamtmaßnahme beendet ist.

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