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Glauchau - Glauchau 2030+ rückt näher - eine Zwischenbilanz

Aus dem Fachbereich Planen und Bauen:
Glauchau 2030+ rückt näher - eine Zwischenbilanz

Vor gut fünf Jahren sind für das integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) Glauchau 2030+ in öffentlichen Beteiligungswerkstätten gemeinschaftlich Vorstellungen für das Glauchau „von morgen“ erarbeitet worden. Die insgesamt 175-seitige Broschüre fasst seit Mitte 2016 die unterschiedlichen Themenbereiche der Stadtentwicklung zusammen und zeigt Handlungsempfehlungen und Leitlinien für künftige (Investitions-)Entscheidungen sowie ein räumliches Leitbild auf.

Das Stadtentwicklungskonzept bildete die maßgebliche Grundlage für die daraufhin in Glauchau neu geschaffenen Bund-Länder-Städtebaufördergebiete. Diese ermöglichen sowohl die Unterstützung von privaten und öffentlichen Investitionen – im Stadtkern wie auch im Bereich des Scherbergs und der nördlichen Innenstadt. Sicherlich sind hier die dadurch konzentriert und gezielt möglichen Veränderungen im Stadtbild am deutlichsten sichtbar. So erfolgen insbesondere zahlreiche Maßnahmen im Bereich der Doppelschlossanlage und des Schlossumfeldes. Das privat sanierte und neu genutzte „Meisterhaus“ in der Fischergasse wertet nun den Straßenzug wieder deutlich auf. Aber auch der Scherberg wandelt sich sichtbar. Von der ehemaligen Palla-Brache an der Schlachthofstraße ist bereits ein Drittel der Fläche zugänglich und als öffentlicher Stadtteilpark neugestaltet. Planungen für die weitere Fläche sowie für eine Erneuerung der Schlachthofstraße werden fortgeführt.

Außerhalb der sogenannten „Inneren Stadt“ sind bereits Festlegungen des INSEKs baulich umgesetzt worden. So sind gemeinsam mit Privatinvestoren in den Ortschaften bzw. ortschaftsnah liegende Wohnbaustandorte entstanden. Neben dem im Bild dargestellten Bereich in der Sachsenallee befindet sich inzwischen der im INSEK vorgesehene Potenzialstandort in Niederlungwitz im Bau. Dies ermöglicht den zwölf Familien, die die Bauplätze erworben haben, eine zügige Realisierung ihres Eigenheims. Eine über Ergänzungssatzung eröffnete Wohnbebauung wird im Ortsteil Hölzel umgesetzt.

In weiteren Fachteilen benannte Maßnahmen und Projekte konnten ebenfalls verwirklicht werden. So erfolgte zur Verbesserung der Standortbedingungen im Industriegebiet Glauchau-Nordwest die Verlängerung der Boschstraße. Am Bismarckturm vorgenommene Sanierungsarbeiten und der Einsatz des Fremdenverkehrsvereins konnten die Zugänglichkeit des Wahrzeichens für Besucherinnen und Besucher ermöglichen. Mit der Fertigstellung der neuen Muldenbrücke in Wernsdorf wurde eine attraktive Spazier- und Radwegverbindung ins Glauchauer Umland in Betrieb genommen. Auf der Webseite www.glauchau-stadtentwickeln.de werden weiterhin Informationen zu aktuellen Planungen und Themen zur Verfügung und Diskussion gestellt. Insgesamt sind dies nur einige Bespiele der Entwicklung seit der Fertigstellung des INSEK, die stellvertretend die Vielfalt der bisherigen Umsetzung verdeutlichen sollen.

Nach wie vor gibt es erforderliche Aufgaben, die offen sind oder der stetigen Bearbeitung bedürfen. Diesen gilt es, sich in den kommenden Jahren gemeinschaftlich zu widmen. Bislang ist noch nicht absehbar, welchen (dauerhaften) Einfluss die Coronapandemie einschließlich der getroffenen Maßnahmen zu deren Eindämmung auf die Stadtentwicklung haben wird. Diesen und weiteren Herausforderungen gilt es, sich zu stellen. Immer mit dem Fokus darauf, durch eine nachhaltige Entwicklung unsere Stadt Glauchau für das Jahr 2030 und darüber hinaus weiterhin als vielfältigen, attraktiven Wohn- und Wirtschaftsstandort zu sichern und als Mittelzentrum übergeordnete Aufgaben in der Region zu erfüllen.

 

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