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Meerane – Baumpflanzungen im „Meeraner Meerchenwald“ 2020 und 2021: Gelände der ehemaligen Kammgarnspinnerei hat 93 neue Bäumchen erhalten

Meerane – Baumpflanzungen im „Meeraner Meerchenwald“ 2020 und 2021: Gelände der ehemaligen Kammgarnspinnerei hat 93 neue Bäumchen erhalten
Bild:Stadt Meerane

Seit dem Jahr 2009 werden die jährlichen Baumpflanzungen im „Meeraner Meerchenwald“ in der Crotenlaide durchgeführt. Dieser hat mit dem Gelände der früheren Kammgarnspinnerei Meerane an der Rosa-Luxemburg-Straße, welches nach dem Abbruch der Industriebrache zu einer Grün- und Erholungsfläche entwickelt wurde, eine Erweiterung erhalten, auf der nun am vergangenen Wochenende die ersten Baumpflanzungen stattfanden.

Am 6. November 2021 wurde die Pflanzung 2021 durchgeführt, am 7. November die Pflanzung 2020, die im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden musste.

Von Januar bis November 2020 liefen die Abbrucharbeiten auf dem rund 27.000 Quadratmeter großen früheren Industriegelände der Kammgarnspinnerei mit 20 Teilobjekten, darunter Produktionsgebäude (Shed-Hallen), Maschinen- und Kesselhaus und einem 45 Meter hohen Schornstein. Bereits im November 2020 wurden auf dem Gelände Wegeverbindungen, unter anderem zum bereits bestehenden Meerchenwald, angelegt und die Fläche wurde mit Rasen- und Blumenwiesenansaat versehen. Im oberen Bereich wurde eine ca. 1.000 Quadratmeter große Fläche mit verschiedenen Stauden, Sträuchern und ersten Bäumen angelegt.

Der Rückbau und die qualifizierte Nachnutzung der ehemaligen Industrieanlage Kammgarnspinnerei Meerane wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.

Die neue Fläche des „Meerchenwaldes“, der seinen Namen ursprünglich nach einem Meeraner Bach, dem Meerchen erhielt, erfreut sich dabei großer Beliebtheit, bei beiden Pflanzungen wurden insgesamt 93 junge Bäumchen gesetzt!
Der „Meeraner Meerchenwald“ zählt damit nun 379 Bäume. Gemeinsam mit den beiden Hochzeitswäldern im Gewerbegebiet sind es insgesamt 1080 Bäume, die seit 1994 bei den jährlichen Baumpflanzungen gepflanzt wurden.
Alle diese Bäume sind Baumspenden von Bürgerinnen und Bürgern, von Vereinen und Unternehmen für die Stadt Meerane, die mit diesen Bürgerwäldern den Grüngürtel um die Stadt weiterentwickelt.

Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer begrüßte die zahlreichen Gäste der beiden Baumpflanzungen. Er dankte allen ganz herzlich für ihre Baumspende für die Stadt und auch für Umwelt und Klima; den Baumspendern 2020 außerdem für ihre Geduld aufgrund der verschobenen Pflanzung.
„Mit Ihren Bäumen beginnen wir die Pflanzungen auf dieser neuen Fläche des Meerchenwaldes. Auf dem Gelände werden in den kommenden Jahren viele weitere Bäume dazukommen, so dass sich auch hier das Ziel, die Entwicklung eines Bürgerwaldes, erfüllen wird“, sagte er.
Neben den beiden Standesbeamtinnen Anja Schiffter und Franziska Göpel war auch Sabine Schumann vom Sachgebiet Umwelt vor Ort sowie weitere Mitarbeiter der Stadttechnik und Helfer, die den Ablauf der Pflanzung unterstützten. Die Fotografen Augsten setzten Bäume und Baumspender für ein Erinnerungsfoto in Szene. Für alle Baumspender gab es eine Urkunde, in der der Standort des Baumes verzeichnet ist, und ein kleines Geschenk der Stadt Meerane.

So vielfältig wie das Leben sind inzwischen auch die Anlässe für eine Baumpflanzung. Wie Professor Dr. Ungerer informierte, zählten auch diesmal traditionell die Eheschließung, die Geburt eines Kindes, Jubiläumsgeburtstage und Ehejubiläen dazu, Schulanfang, Jugendweihe, Renteneintritt, Klassentreffen oder Abiturjubiläum. Es gibt Bäume zum Firmenjubiläum und Familienbäume; Bäume stehen für langjährige Freundschaften oder Treffen. So wurde ein Baum vom „Hühnerstall“ gepflanzt, das ist eine Gruppe Meeraner Frauen, die sich seit vielen Jahren regelmäßig trifft (Und weil es da immer sehr lustig ist, taufte einer der Ehemänner die Gruppe eben „Hühnerstall“). Es gibt auch Meeraner Familien, die regelmäßig zu den verschiedensten Anlässen Bäumchen pflanzen.
Die erste Anmeldung für die Pflanzung 2021 war übrigens ein Baum, den die Enkel- und Urenkelkinder zur Erinnerung an ihre Großeltern Marianne und Rudolf Reinhold pflanzten, die 50 Jahre auf dem Areal der früheren Kammgarn gewohnt haben.

Gepflanzt wurden auch Bäume zur Erinnerung an liebe Menschen. Die Stadt Meerane, so informierte der Bürgermeister, möchte mit einem Gingko-Baum der durch die Corona-Pandemie verstorbenen Meeraner Bürgerinnen und Bürger gedenken. Als eine der ältesten Baumarten der Welt steht der Gingko-Baum für Hoffnung über den Tod hinaus. Seine zweiteiligen Blätter deutete Johann Wolfgang von Goethe als Symbol der Liebe und des Lebens.

Unter den 93 neuen Bäumchen im „Meerchenwald“ sind 20 verschiedene Baumarten vertreten. Sehr beliebt sind Sommer- und Winterlinden, davon wurden 21 gepflanzt, gefolgt von Robinie (10), verschiedenen Obstsorten (9), Blutpflaume und Vogelkirsche (8) und Schwarz-Ahorn (7).

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