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Meerane – Kommunale Arbeitsgemeinschaft "terra plisnensis": Staffelstabübergabe von Gößnitz nach Meerane

Meerane – Kommunale Arbeitsgemeinschaft "terra plisnensis": Staffelstabübergabe von Gößnitz nach Meerane
Die Bürgermeister Wolfgang Scholz, Gößnitz (links), und Professor Dr. Lothar Ungerer, Meerane.
Bild:Stadt Meerane

Die Bürgermeister Wolfgang Scholz, Gößnitz (links), und Professor Dr. Lothar Ungerer, Meerane.

Entsprechend den Absprachen der länderübergreifenden Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „terra plisnensis“ wird die Stadt Meerane die Koordinierung für das Jahr 2022 übernehmen. Dazu traf sich Meeranes Bürgermeister Professor Dr. Lothar Ungerer am 22.12.2021 zur Staffelstabübergabe mit seinem Amtskollegen Wolfgang Scholz, Bürgermeister der Stadt Gößnitz, in Gößnitz. Kooperationspartner sind die Städte Crimmitschau, Gößnitz, Meerane, Schmölln, Werdau sowie die Gemeinden Langenbernsdorf, Neukirchen/Pleiße, Fraureuth für Sachsen und für Thüringen die Gemeinden Ponitz, Mohlsdorf, Neumühle/Elster und Teichwolframsdorf.
Vereinbart ist, dass im Jahresrhythmus eine der Städte die organisatorische Verantwortung trägt. Für das Jahr 2021 war dies die Stadt Gößnitz; ihr folgt im Jahr 2022 die Stadt Meerane.
Als Staffelstab dient ein Weberschiffchen, da alle Städte historisch die große Tradition der Webereien verbinden.

Zur Information:
Bereits im Jahr 2001 haben sich die Städte Crimmitschau, Meerane und Werdau des Freistaates Sachsen sowie die Thüringer Städte Gößnitz und Schmölln als informelle Abstimmungsrunde und seit 2004 als länderübergreifende Arbeitsgruppe „terra plisnensis“ zusammengefunden. Die Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden wurde im Oktober 2009 mit der Gründung der Kommunalen Arbeitsgemeinschaft (KAG) „terra plisnensis“ und dem Abschluss einer Kooperationsvereinbarung durch alle Oberbürgermeister und Bürgermeister verbindlich geregelt.

Information zum Namen „terra plisnensis“: Der Ursprung der Region geht bis zum Ende des 6. Jahrhunderts zurück, als die Slawen den Pleißen-Raum besiedelten und diesen als „pagus plisni“ (Pleißengau) bezeichneten („plisni“ = sorbisch für Pleiße).
Im Zuge der Eroberungen von König Heinrich I. (876-936) wurde die Region in das Heilige Römische Reich integriert. Ausgehend von Friedrich I. Barbarossa (1122-1190) bekam das Reichslandterritorium „terra plisnensis“ (lateinische Kartenbezeichnung der Region) unter den Staufern mehr Gewicht. Es umfasste damals eine Region, deren Kern in etwa die Städte Zeitz, Werdau, Crimmitschau, Altenburg, Zwickau, Schmölln und Waldenburg beinhaltete und somit weit über das Flussgebiet der Pleiße hinausgriff. Mit dem zunehmenden Einfluss verschiedener Grafengeschlechter kam die Region in deren Besitz, so dass sich bis ins 14. Jahrhundert die Regionsbezeichnung „terra plisnensis“ verlor.
Die Städte Crimmitschau, Gößnitz, Meerane, Schmölln und Werdau, sowie die Gemeinden Langenbernsdorf und Ponitz sind territorial Teil dieses historischen Raumes. Die Städte wählten im Jahr 2004 für ihre interkommunale Arbeitsgemeinschaft die traditionelle Bezeichnung „terra plisnensis“.

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