„Tatort Dali – Original und Fälschung“ Sonderausstellung wird verlängert

„Tatort Dali – Original und Fälschung“ Sonderausstellung wird verlängert
Fotos: Stadt Waldenburg

„Tatort Dali – Original und Fälschung“ Sonderausstellung im fürstlichen Schloss Waldenburg | Sachsen
Mehr als 30 Jahre nach dem Tod des extrovertierten Salvador Dali gilt der spanische Meister heute als eine der schillerndsten, vielseitigsten und produktivsten Künstlerpersönlichkeiten weltweit. Paris, Barcelona, Berlin – wo immer auch Dali-Ausstellungen stattfinden, sorgen die Ereignisse für eine wahrhaftige „Dali-Manie“.
Das 1904 im spanischen Figueras geborene Malergenie war eng verbunden mit den „Traumwelten“ von Sigmund Freud und gilt als Hauptvertreter des Surrealismus und Erfinder der paranoisch-kritischen Methode in der Bildenden Kunst. Obwohl Dali im Wesentlichen wegen seines malerischen Werkes in Erinnerung geblieben ist, wandte er sich im Laufe seiner langen Karriere erfolgreich der Druckgrafik, der Bildhauerei, der Werbung und dem Filmemachen zu. Im grafischen Bereich erweist er sich als großer wegweisender Experimentator. Gleichermaßen gilt Dali als einer der am meisten gefälschten Künstler weltweit.
Diesem spannenden Thema wird eine Ausstellung gewidmet unter dem Titel „Tatort Dali – Original und Fälschung“, die nun erstmalig überhaupt in dieser Zusammenstellung im Waldenburger Schloss gezeigt wird. Der Besucher hat die einzigartige Möglichkeit, Originale und Fälschungen, die teilweise von den Landeskriminalämtern für Ausstellungen freigegeben wurden, im gegenüberstehenden Vergleich zu betrachten. Die Fälschungen wurden überwiegend mit einer verblüffenden Perfektion hergestellt, haben jedoch einen entscheidenden Schönheitsfehler: Sie sind nicht echt. Sie stammen nicht aus dem Atelier des Meisters, sondern aus Fälscherwerkstätten. „Tatort Dali“ heißt demgemäß die Ausstellung aus der Sammlung Rebmann, wo erstmalig originale Arbeiten und Fälschungen nebeneinander gezeigt werden.
Während der Ausstellung sind die Kataloge „Salvador Dali und die Apokalypse des „Saint Jean“ und „Salvador Dali der Illustrator“ erhältlich. Ebenso liegt für Interessenten das druckgrafische Gesamtverzeichnis aus der Zeit von 1924 bis 1980 zur Einsichtnahme vor. Das Werkverzeichnis enthält ein Vorwort von Dali aus dem Jahre 1985. Es bietet einen gesamtheitlichen Überblick über das außergewöhnliche Schaffen des Meisters. Es benennt die technischen Angaben der einzelnen Grafiken, auch die Originalitätskriterien der verschiedenen Grafiksignaturen, Papierarten und Auflagebezeichnungen und ist insofern eine Hilfe echte Dalis von unautorisierten Auflagen oder Fälschungen zu unterscheiden. Die umfangreichen Recherchen für dieses Werk erfolgten in über 30 Jahren und mit Unterstützung von Robert Descharnes, dem langjährigen Weggefährten und Biografen Dalis.
Die einzigartige Kunstpräsentation im Schloss Waldenburg ist noch bis Ende September 2021 während der regulären Öffnungszeiten von Schloss Waldenburg zu sehen. Informationen zu den aktuellen Besuchsanforderungen oder Besuchsreservierungen findet man auf der Website von Schloss Waldenburg: www.schloss-waldenburg.de.

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