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Der Freiwilligen Feuerwehr Glauchau

 Der Freiwilligen Feuerwehr Glauchau

Das Löschwesen in Glauchau existiert bereits seit dem Jahre 1863. Damals schlossen sich Männer des Turnervereins zusammen und gründeten unter der Führung von Karl Theodor Golle die Freiwillige Feuerwehr Glauchau, welcher auch sechs Jahre später, 1869, den sächsischen Feuerwehrverband ins Leben rief.

Am 10. August 1899 kam es zu einer Neuformierung. In diesem Jahr wurden drei eigenständige Löschzüge für die Ober-, Mittel- und Unterstadt gegründet. Die Gerätehäuser waren damals in der Heinrichstraße, am Plan und in der Lindenstraße stationiert. Nach mehreren strukturellen Wechseln sind die Standorte der Stadtteilfeuerwehr Ober- und Unterstadt heute in der Erich-Fraaß-Str. 6 und im Schindmaaser Weg 2a zu finden. Allein das frühere Gerätehaus in der Schlachthofstr., welches von 1927 bis 2001 aktiv genutzt wurde, ist heute noch als solches erhalten geblieben. In dem seit 2008 bestehenden Brandschutzkabinett ist die Geschichte des Löschwesens ausgestellt. Dazu zählen neben alter Löschtechnik, auch alte Einsatzuniformen sowie Glauchaus erste motorisierte Drehleiter von Magirus (Baujahr 1938), welche in Eigeninitiative restauriert, repariert und funktionstüchtig gemacht wurden. Für alle Historik begeisterte kann das „Museum“ nach Absprache gern besichtigt werden.

Ein vierter Standort wurde nach der Eingemeindung Gesaus, im Jahr 1925 notwendig. Damals diente ein Holzschuppen mit einer Handdruckspritze als erstes Spritzenhaus. 13 Jahre später wurde die Scheune des Luisenhofes, im Tunnelweg 3, übergeben und dient bis heute als Gerätehaus.

Zwei Jahre nach der Wiedervereinigung 1992 wurden die drei Ortschaften Niederlungwitz, Reinholdshain und Wernsdorf eingemeindet. Doch auch hier beginnt die Geschichte des Löschwesens
bereits vorher. 1933 gründeten 31 Bürger in einem Gasthof die Freiwillige Feuerwehr Niederlungwitz. In Eigenleistung errichteten die Kameraden 1967 ihr Gerätehaus in der Hauptstr. 44, welches bis heute existiert. Die offizielle Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Wernsdorf erfolgte 1940, nachdem es vorher bereits eine Pflichtfeuerwehr gab. Das aktuelle Gerätehaus in der Voigtlaider Straße 19a konnte 2005 bezogen werden. Zuletzt wurde 1941 die Freiwillige Feuerwehr Reinholdshain gegründet. Aufgrund der sich immer wieder verbessernden Technik wurden die alten Gerätehäuser schnell zu klein. So entsteht auch aktuell auf der Ringstraße 12c ein moderner Neubau für die Freiwillige Feuerwehr, in dem auch die Ortschaftsverwaltung Platz findet.

Die anfänglich hohen Zahlen an Kameraden schrumpften schnell mit Einbruch des Krieges. Sowohl der erste als auch der zweite Weltkrieg forderte das Leben vieler. Er brachte jedoch auch neue Techniken mit sich. Im Laufe der Zeit stieg die Anzahl an Kameraden wieder und auch die Technik entwickelte sich weiter. Neben der herkömmlichen Brandbekämpfung entstanden neue Einsatzfelder. So kam unter anderem die technische Hilfeleistung hinzu, welche heutzutage den Großteil an Einsätzen ausmacht.

Aktuell umfasst die Feuerwehr Glauchau mit ihren sechs Standorten 27 Fahrzeuge und Anhänger und 206 aktive Kameraden. Hinzu kommen die Mitglieder der Jugendfeuerwehren sowie der
Frauengruppen und Alters- und Ehrenabteilungen. Die Aufgaben, das Engagement der einzelnen Abteilungen und die Fahrzeuge können zu Tagen der offenen Türen bestaunt werden. Diese sind im Veranstaltungskalender der Stadt Glauchau einzusehen. Aktuell werden die Kameraden mit neuer Einsatzkleidung ausgestattet, welche die Funktionskleidung für technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung vereint und somit noch besser in allen Bereichen schützt.

Doch Feuerwehr ist nicht nur das Löschen von Bränden oder das Retten von Personen. Feuerwehr bedeutet auch Kameradschaft. Neben den Einsätzen und Diensten nehmen die Kameraden an Feuerwehr- oder anderen Wettkämpfen teil, engagieren sich im Verein oder unternehmen gemeinsame Ausflüge.


Du hast Lust ein Teil davon zu werden? Dann komm gern zu einem Dienst und schau dir alles an. Für Kinder ab 8 Jahren stehen die Türen der Jugendfeuerwehren offen. Hierfür gilt ebenfalls, kommt gern zu einem Dienst vorbei.

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